Erreichbarkeit im Handwerk: die Bitkom-Studie 2025
Bitkom 2025: 85 % der Handwerksbetriebe sagen, Kunden erwarten ständige Erreichbarkeit – 72 % fehlt im Alltag die Zeit für Digitalisierung. Was das heißt.
Was sagt die Bitkom-Studie zur Erreichbarkeit im Handwerk?
Die aktuelle Bitkom-Studie „Digitalisierung des Handwerks 2025” (durchgeführt mit dem ZDH, Befragung von 504 Handwerksunternehmen) zeichnet ein klares Spannungsfeld: 85 % der Betriebe stimmen zu, dass Kundinnen und Kunden ständige Erreichbarkeit bzw. Verfügbarkeit erwarten. Zugleich geben 72 % an, im Betriebsalltag zu stark ausgelastet zu sein, um sich intensiver mit Digitalisierung zu befassen. Nur 4 % nutzen aktuell überhaupt KI, und 96 % nennen Bedenken bei IT-/Datensicherheit und Datenschutz als stärkstes Digitalisierungs-Hemmnis. Kurz: Die Erwartung ist hoch, die Zeit knapp, die Technik kaum verbreitet — und der Datenschutz ist die größte Sorge.
Die Zahlen im Überblick
Vier Werte der Studie fassen die Ausgangslage zusammen:
| Befund (Bitkom „Digitalisierung des Handwerks 2025”, n=504 Handwerksunternehmen) | Anteil |
|---|---|
| stimmen zu: Kunden erwarten ständige Erreichbarkeit bzw. Verfügbarkeit | 85 % |
| zu stark ausgelastet, um sich intensiver mit Digitalisierung zu befassen | 72 % |
| nutzen aktuell KI (Nutzungsrate allgemein) | 4 % |
| nennen IT-/Datensicherheit und Datenschutz als stärkstes Digitalisierungs-Hemmnis (Mehrfachnennung) | 96 % |
Quelle: Bitkom e. V. gemeinsam mit dem ZDH, „Digitalisierung des Handwerks 2025”, Befragung von 504 Handwerksunternehmen. Studienbericht (PDF).
Der eigentliche Punkt ist die Spannweite: Fast alle Betriebe spüren die Erreichbarkeits-Erwartung ihrer Kunden — aber nur ein Bruchteil setzt bereits Technik ein, die hier entlasten könnte.
Kunden erwarten ständige Erreichbarkeit (85 %)
Der mit Abstand deutlichste Befund: 85 % der befragten Handwerksbetriebe teilen die Einschätzung, dass Kundinnen und Kunden ständige Erreichbarkeit bzw. Verfügbarkeit erwarten. Diese Erwartung ist nicht neu, sie ist nur messbar geworden. Wer heute einen Handwerker sucht, vergleicht die Reaktionszeit oft unbewusst mit dem, was er von Onlinediensten kennt — schnelle Antwort, klare Auskunft, direkter Termin.
Für Betriebe ist das eine ehrliche Zwickmühle: Die wertschöpfende Arbeit passiert auf der Baustelle, an der Anlage, beim Kunden — nicht am Schreibtisch. Genau dann klingelt das Telefon. Dass ein verpasster Anruf ein verlorener Auftrag sein kann, ist eine plausible These aus der Praxis — die Bitkom-Studie belegt sie nicht direkt, sie belegt die Erwartungshaltung dahinter. Wie sich der Anruf-Alltag im Handwerk praktisch entschärfen lässt, zeigt der Praxisleitfaden für Anrufe im Handwerk.
Warum Betriebe nicht dazukommen (72 %)
Warum bleibt die Lücke bestehen? Die Studie liefert die naheliegende Erklärung: 72 % der Handwerksbetriebe sind im Alltag zu stark ausgelastet, um sich intensiver mit Digitalisierung zu befassen. Es fehlt also nicht am Willen, sondern an der Zeit, sich in Lösungen einzuarbeiten, sie auszuwählen und einzuführen.
Das ist die eigentliche Konsequenz für die Art der Lösung: Ein Werkzeug, das erst wochenlange Einarbeitung verlangt, scheitert an genau diesem Befund. Sinnvoll ist ein Done-for-you-Ansatz — eingerichtet, konfiguriert und betreut durch den Anbieter, sodass der Betrieb nur den Nutzen sieht, nicht den Aufwand. Bei n3tz ist genau das der Grund für die begleitete Einrichtung: Der Betrieb muss sich nicht selbst „mit Digitalisierung befassen”, sondern bekommt eine fertig eingerichtete Annahme.
Die KI-Lücke: erst 4 % nutzen KI
Der zweite auffällige Kontrast: Nur 4 % der Handwerksbetriebe nutzen aktuell überhaupt KI (Nutzungsrate allgemein, nicht speziell zur Anrufannahme). Das ist zunächst nüchtern zu lesen — es sagt nichts darüber, wofür KI genutzt wird. Aber es sagt viel über den Zeitpunkt: Wer jetzt einsteigt, gehört zu einer kleinen Gruppe.
Für die Erreichbarkeit ist ein KI-Telefonassistent eine der konkretesten Anwendungen: Er nimmt Anrufe rund um die Uhr an, beantwortet wiederkehrende Fragen, erfasst Anliegen und Kontakt und bucht bei Bedarf einen Termin — nicht als Ersatz für Fachwissen, sondern als verlässliche Annahme. Solange erst 4 % KI überhaupt einsetzen, ist gute Erreichbarkeit für Early Adopter ein echter Vorsprung. Was ein solcher Assistent leistet und wo seine Grenzen liegen, steht unter KI-Telefonassistent.
Datenschutz-Bedenken ernst nehmen (96 %)
Was hält Betriebe zurück? Die Studie ist deutlich: 96 % nennen Bedenken bei IT-/Datensicherheit und Datenschutz als stärkstes Digitalisierungs-Hemmnis (Mehrfachnennung). Diese Sorge ist berechtigt — am Telefon fallen personenbezogene Daten an, und wer sie verarbeitet, trägt Verantwortung. Sie ist aber lösbar, wenn der Anbieter sauber aufgestellt ist und das offenlegt.
Worauf Sie achten sollten:
- datenschutzorientierter Betrieb mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO.
- Datenspeicherung auf deutschen Servern (bei n3tz in Nürnberg).
- Nachvollziehbare Datenflüsse: Bei n3tz läuft die KI-Textverarbeitung in der EU (Vertex AI), die KI-Sprachverarbeitung des Telefonats über nach dem EU-US Data Privacy Framework zertifizierte Anbieter — die Einzelheiten regelt der AVV.
- Transparenter KI-Hinweis zu Gesprächsbeginn, wie es die Transparenzpflicht (Art. 50 AI Act) vorsieht.
Wer diese Punkte schriftlich und verständlich erklärt bekommt, kann die Datenschutz-Barriere sachlich abräumen. Tiefer gehen der DSGVO-Guide für KI-Anrufe und die Datenschutz-Seite.
Was ein Handwerksbetrieb konkret tun kann
Der Weg aus der Lücke ist überschaubar:
- Messen: Zählen Sie ein bis zwei Wochen, wie viele Anrufe unbeantwortet bleiben und wann sie kommen.
- Rechnen: Multiplizieren Sie die verpassten Anrufe mit dem Wert eines durchschnittlichen Auftrags — das ist Ihr echter Verlust.
- Prüfen: Klären Sie die Datenschutz-Punkte oben und lassen Sie sich den Datenfluss erklären.
- Klein starten: Lassen Sie die KI zunächst außerhalb der Sprechzeiten oder bei Besetzt annehmen und weiten Sie aus, wenn das Team Vertrauen gefasst hat.
Bei n3tz ist der KI-Telefonassistent im Standard-Tarif für 199€/Monat mit 150 Gesprächseinheiten je Abrechnungsmonat enthalten. Terminbuchung und weitere Automatisierung kommen mit dem Premium-Tarif für 299€/Monat und 500 Einheiten; jede zusätzliche Einheit kostet 0,30 €. Der Setup-Service für 499€ ist optional. Zählregeln und alle Tarife stehen im Preisüberblick.
Fazit
Die Bitkom-Zahlen 2025 zeigen ein selten so deutliches Spannungsfeld im Handwerk: Kunden erwarten ständige Erreichbarkeit (85 %), aber den meisten Betrieben fehlt schlicht die Zeit, sich mit Digitalisierung zu befassen (72 %) — deshalb zählt ein Ansatz, der ihnen die Arbeit abnimmt statt aufbürdet. Erst 4 % nutzen KI, was für alle, die jetzt handeln, ein Vorsprung ist. Und die größte Bremse — Datenschutz-Bedenken bei fast allen Betrieben (96 %) — ist mit einem datenschutzorientierten, transparenten Anbieter adressierbar. Wer die Erreichbarkeitslücke jetzt schließt, sichert Aufträge und verschafft sich Vorsprung.
Mehr erfahren: KI-Telefonassistent ansehen → oder DSGVO bei KI-Anrufen verstehen →
Software-Architekt & Gründer von n3tz. Baut KI-Lösungen für den regionalen Mittelstand im Saarland.